J-App Impression: Chain Chromicle

Von Chain Chronicle hört man nicht mehr viel, seit davon berichtet wurde, dass ein Anime in Aussicht gestellt wurde. Es gibt eine achtteilige OVA-Serie, die ich mir mal zu Gemüte geführt hatte, aber nichts gehaltvolles entdecken konnte. Es war eine Sammlung von Kurzgeschichten, die nicht besonders gut in Szene gesetzt wurden. Animation war kaum vorhanden, untere Schublade unter durchschnittlich.

Das Spiel selbst ist ein Phänomen, dass SEGA weiter ausbauen möchte. Anscheinend gibt es eine große Spielergemeinde in Japan, was wahrscheinlich an dem Konzept des Spiels liegen mag. Ob man damit wirklich Geld verdient, so wie es bei einer Game-App vorausgesetzt wird, ist fraglich – besonders für den westlichen Raum. Ich habe mir das Spiel mal angetan und habe folgendes dazu zu sagen:

Chain Chronicle ist ein JRPG, dass auf verschiedene Konzepte zurückgreift, die man auch aus anderen Spielen seiner Art kennt. Es ist wie eine Visual Novel, weil sehr viel zwischen den Protagonisten und den Charakteren geredet wird. Es ist wie ein Sammelspiel, weil man Unmengen an Charakteren in sein Team holen kann. Es ist wie ein klassisches Rollenspiel, weil looten und leveln.

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Es wird darauf Wert gelegt, dass Charaktere wie in einem Spinnennetz verwoben sind. Daraus ergibt sich auch der Titel „Chain Chronicle“: Eine Kette von Ereignissen sorgt dafür, dass Personen zueinander geraten. Wenn man neue Charaktere freischaltet oder mit ihnen ein bestimmtes Level erreicht, werden Charakterepisoden freigeschaltet. Genauso ist es möglich, eine Kette mit mehreren Charakteren zu spielen, die sogenannte „Chain Story“. Und gibt es natürlich eine Hauptstory.

Man ist der Anführer der „Volunteer Army“ und findet ein Mädchen, dass ihr Gedächtnis verloren hat. Sie trägt ein Buch bei sich, dass ihr sehr wichtig ist. Aber bald stellt sich heraus, dass das Buch (die „Chronicle“) eine Gefahr darstellt, weil es Monster beschwören kann. Außerdem ist das Land nicht sehr sicher, weil die „Black Army“ dort ihr Unwesen treibt. Die „Volunteer Army“ will das Mädchen unterstützen und herausfinden, was es mit dem Buch auf sich hat.

Man kann Charaktere rekrutieren und sie aufwerten, ihre Waffen aufwerten und Attacken freispielen. Es gibt mehrere Klassen (Ritter, Angreifer, Schütze, Heiler, Magier), der ein Charakter angehört. Es gibt Storykämpfe, freie Kämpfe und Arenakämpfe. In den Kampf kann man einen seiner Freunde mitnehmen. Es gibt mehrere Maps, auf denen man sich bewegen kann und die verschiedene Gegnertypen und Charaktere beinhalten. Das Wechseln der Maps ist aber sehr gewöhnungsbedürftig. Die Kämpfe sind sehr spärlich. So wie bei jedem JRPG liest man mehr, als das man kämpft.

Das Kampfsystem ist einfach. Der Gegner kommt von links und greift an. Die Armee muss ihr Feld verteidigen. Besiegt der Gegner alle Figuren oder durchbricht das Verteidigungsfeld, hat man verloren. Die Kämpfe kann man im Auto-Modus durchführen, aber die eigene KI ist etwas verloren in diesen Momenten. Sie fokussieren sich auf einen bestimmten Gegner und lassen einen Weg frei, den dann ein Gegner ausnutzt und die Verteidigungslinie durchbricht. Um einen Vorteil zu bekommen, kann man Spezialattacken einsetzen, für die man vorher Orbs gesammelt haben muss.

Besonderer Augenmerk liegt auf den Charakterkarten, die von verschiedenen Illustratoren gezeichnet wurden. Weiterhin hat jede Figur einen Seiyuu, die Stimme hört man aber nur bei der Rekrutierung und im Kampf. Um welchen Artisten/Seiyuu es sich handelt, kann man nur entnehmen, wenn man Kanji lesen kann, denn diese wurden nicht übersetzt. Das Spiel gibt es auf Englisch und Französisch.

Wie sieht es nun mit einem Anime aus? Die Handlung selbst ist so komplex, dass genug Stoff vorhanden ist. Jedoch kann man sich schnell in diesen verlieren. Dann hat man am Ende eine weitere Sammlung an Kurzgeschichten. Das Spiel wird sich im westlichen Raum auch nicht durchsetzen, weil zu viel Text zum Lesen ist. Außerdem ist das Kampfmodell eines Charakters mit seinem riesigen Kopf und den kleinen Körper nicht ansprechend für ein breites Publikum. Die erinnern stark an diese hässlichen Pop-up-Puppen (heißen die so?), die bei den deutschen Otakus so beliebt sind.

Für ein bisschen Abwechslung sorgt das Spiel schon. Und zum Sammeln von Trophäen ist es ganz gut zu gebrauchen.

(Ist irgendwie doch ein Review geworden, obwohl ich das nicht vorhatte… Äh, das ist kein Review, damit das klar ist!)

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