Eigentlich mag ich die Arbeiten von Shirodaira-sensei…

….aber das neueste, was ich angefasst habe, ist nicht so. Es geht um ein Mädchen, dass die Macht eines Gottes bekommen hat und den Youkai hilft. Das Setting könnte aus einer LN kommen- und so liest es sich auch stellenweise.

Shirodaira ist mir als erstes mit „Spiral“ aufgefallen. Es war eine Detektiv-Geschichte, bei der die Figuren sehr lange über ihre nächsten Züge nachdenken, bevor sie überhaupt handeln. Sie arbeiten strategisch, ähnlich wie bei Militäroperationen oder im Schachspiel. Manchmal vergessen sie sich in ihren Gedankengängen, aber das macht den Charme des Werkes aus. Später wurde alles etwas Science-Fiction-Lastiger, doch dadurch ging der Plot in eine interessante Richtung. Während ich Spiral las, ging ich an ein anderes Werk von ihm ran: „The Record of a Fallen Vampire“.

Dieses war mehr mit Fantasy belastet, aber die Figuren dachten so strategisch wie in Spiral und die Twists waren gut erzählt und größtenteils logisch. Danach kam „Zetsuen no Tempest“, dass nur dadurch ruiniert wurde, dass plötzlich Zeitreisen möglich waren und ständig Shakespeare zitiert wurde, wodurch man damit begann, die Handlung anhand von uralten Dramen vorherzusagen. Ich hatte mir zu der Zeit auch „Der Sturm“ zugelegt, um Referenzmaterial zu haben.

Nun wage ich mich an das neueste Werk, aber ich bin nicht zufrieden. Die strategische Weise kommt nicht richtig zur Geltung, weil letzten Endes beim Kampf gegen Monster doch die Körperstärke zählt und nicht die Strategie. Das Mädchen wirkt durch ihr Aussehen wie eine Loli, die fünf Lexika verschluckt hat, um schlau zu werden. Stellenweise habe ich Parallelen zu „Natsume Yuublabla“ ausmachen können.

Zwar versucht der Autor, seinen „Detektiv-Geschichten“ treu zu bleiben, aber in seinen jetzigen Setting wirkt es fehl am Platz. Vielleicht wurde ihm diese Handlung aufgezwungen, um die Verkaufszahlen anzuheben. Dann hätte es auch ein RPG-Geschichte werden können, bei der die Figuren in einem Spiel gefangen gehalten werden… aber das ist nicht originell genug für eine Person seines Kalibers. Und dass es das am Ende nicht geworden ist, ist erfreulich.

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3 Gedanken zu “Eigentlich mag ich die Arbeiten von Shirodaira-sensei…

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