Es ist kein Wunder, dass Animeblogger vom inhaltlichen Nichts berichten

Fühlt sich jemand durch die Überschrift angesprochen? Sucks to be you.

Ich werde mich nun so kurz wie möglich fassen, denn ich weiß, wie gerne der Durchschnittsidiot liest. Und ich weiß, dass hier nur Idioten lesen (und vereinzelt solche Möchtegernelitäre, die da meinen, mir wiedersprechen zu müssen). Ihr könnt euch nun selbst denken (vorausgesetzt, ihr >könnt< denken), was es bedeutet, wenn ich hier bekannt gebe, dass ich selbst meinen Blog lese. Nun ja, ich schreibe auch diesen Müll, also Hut ab, dass ich mir manchmal durchlese, was ich geschrieben habe. Ich bin so stolz auf mich.

Zugeben muss ich nun, dass nicht jeder so individualistisch ist wie ich. Hört sich nun wie so ein beschissener Selbstschiss an, Eigenlob der jämmerlichen Art. Aber so wie ich willst du bestimmt nicht schreiben. Aber schon mal daran gedacht, dass ich extra so schreibe, um dir elitären Nichtsnutz ein Popcornkino zu bieten, das du nicht haben möchtest? Ich meine, ich mache hier meine Leser nicht nur so aus Spaß fertig, nein. Wenn ich so recht überlege, ja, doch.

Wenn man schon nichts inhaltliches zu bieten hat, kann man irgendwie anders auffallen. Wenn ich die Otaku-Brigade bashe, weil ich gerade Lust dazu habe, dann ist das meine Sache könnte man meinen. Ist das nun eine Form von Selbstverherrlichung oder elender Menschenhass? Ja, Menschenhass. Menschenhass. Und ein bisschen Selbstverherrlichung. Oder Verheerlichung? Welches von beiden? Weißt du es?

Jedenfalls habe ich so selten mal was gelesen, was irgendwie individuell gestrotzt hat und die, die es konnten haben aus verschiedenen Gründen mit bloggen aufgegeben. Selbst der "Bloggerdienst" Twitter (Geschwitscher als "bloggen" zu bezeichnen ist so lächerlich, dass ich doch glatt in hohem Bogen kotzen könnte) ist nicht eine Art von Blog, die es weit bringen könnte. Intellektuelle oder geistreiche Gedanken findet man dort vergeblich. Da machen nur Leute mit, die ihr Facebook in die breite Öffentlichkeit transferieren. Den ganzen Loot auf Twitter zu laden ist vom materiellen Gehalt etwas höher, denn pro Bild kann man gleich einen "Post" setzen, dass macht an manchen Tagen eine Aktivität von 400 Prozent, davon kann man als Unternieschenblogger nur träumen. Aber zum Fröhnen der eigenen Angelegenheiten, dass andere keinen Deut interessiert, ist es doch geeignet. Auf einer so utopischen Plattform kann man sich so frei machen und keinen interessiert es, weil Reizüberflutung. Ganz wichtige Dinge gibt es dort nicht.

Einmal am Tag "Ohaiyou" und "Oyasumi" zu posten, zeugt von mentaler Unzulänglichkeit und sollte man abschaffen. Als wenn es mich etwas angeht, wann zum Henker so ein Volltrottel ratzen geht oder aus dem Bette entschlüpft. Selbst eine Gehirnwäsche hilft bei solch einem Verhalten nicht im geringsten.

Und das nur, weil die Deutschen "Blogger" und "Wannabe-Blogger" mental verrottet sind. Ob es nun Twitters Schuld ist, können Psychologen erörtern, wer anderes wird sich nicht mal mit einem Bein in dieses Wirrwarr von Informationen stellen wollen. Man will bei diesem Kampf nicht gleich mit dem Handtuch werfen oder dem Hirntod erliegen.

Aber nicht nur Twitter hat diese Gesellschaft gemacht, dieser Dienst macht nur sein Geld mit dieser unintelligenten Klientel. Die Passivität der Menschen hat schon vorher eingesetzt, auch durch Web 2.0. Jetzt kann jeder dahergelaufene Kunde seine bekloppte "Meinung" der Welt mitteilen (wobei die "Welt" nur als Metapher dient, denn die gesamte Menschheit der Welt kann eine Nachricht auf Deutsch nicht lesen, selbst der Translator stößt nach zwei deutschen Worten an seine Grenzen) oder Informationen irgendwo klauen und als sein Gedankengut ausgeben (bis er irgendwann erwischt wird). Letzteres nennt man heutzutage "Teilen", ist das nicht großartig?

Wenn jemand jemals etwas mitzuteilen hat, dass die Menschen bewegen kann, dann muss er sich Mühe geben und alles von mindestens einem Profi überprüfen lassen. Und wenn man schon so viel Zeit und Geld investiert hat, kann man den Inhalt auch gleich als Buch herausgeben, da hat man doch viel von. Da muss man sich auch nicht über kontroverse Kommentare ärgern (außer um den Rotz, den irgendein Vollidiot, der von nichts eine Ahnung hat, auf Amazon schreibt, weil der nicht lesen kann und schon gar nicht versteht, was dort passiert und er sich dann wahrscheinlich im Inneren darüber aufregt, dass die "Modernisierung" zu schnell vonstatten geht und irgendwer (aus gutem Grund) vergessen hat, diese Person in die Massenverschwörung namens "Internet" einzuweihen) und Amazon-Kommentare kann man in der Regel selbst als Käufer ignorieren, die Seriösität einer Bewertung kann man getrost infrage stellen, wenn die Bewertung ohne Punktvergabe für einzelne Kriterien durchgeführt wurde (das ist mein eigener interner Spott, der getrost ignoriert werden kann).

Sehen wir es ein: Hier kann nichts Gutes herauskommen, wenn die Unterschicht der deutschen Unterschicht das Internet bevölkert. Diese selbsternannten Möchtegernexperten, die bei eBay nachfragen, ob die deutschen Mangas, die ich in Deutschland erworben habe und die vom deutschen Label sind, in deutscher Sprache sind (ich bin drauf und dran herauszufinden, ob Carlsen eine Türkischrubrik aufgemacht hat, anders kann ich mir das nicht erklären). Nein, natürlich trifft das nicht auf jeden zu. Aber die große Masse, die mich jeden Tag aufs neue zur Weißglut bringt, macht es mir nicht einfach, irgendwelche Vorurteile abzulegen (fehlt eigentlich nur noch, dass ich meinen Artikel mit "ich schwöre" beende).

Die menschliche Verdummung hat schon eingesetzt, wir können nichts dagegen tun und sie macht auch nicht vor Animebloggern halt. Sie nimmt wie eine reißende Lawine alles mit, was nicht stark genug ist, diesem Wirrwarr zu entkommen. Wir könnten uns dagegen auflehnen, einfach "nein" rufen und ein verbales Massaker anrichten. Das wäre mal die Idee; kommt gleich in mein Weltverbesserungsnotizbuch.

Seid euch gewiss, dass ich euch liebe, ich schwöre.

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