Free! hat keinen Fanservice für Frauen Teil 1

vfdghgjgAm Montag kam mir die Idee, Free! und wie im Netz darüber diskutiert wird, einen Artikel zu gönnen, um gleichzeitig den Otaku-Overlord der Otaku-Brigade zu bashen. Der Artikel ist aber nun sehr lang geworden, weil es sehr viel an den Thesen des Otaku-Overlords auszusetzen gibt (und nicht, weil durch Sinnlos-Blabla und das Einfügen von Bildern der Artikel künstlich in die Länge gezogen wurde, nein überhaupt nicht)…es ist sogar genau genommen ein Zweiteiler geworden! (Eine Verlinkung zum Original gibt es wie immer nicht, weil ich nicht vom deutschen Otaku-Regime verfolgt und getötet werden möchte.)

2Disclaimer: Ich spreche in dem Artikel oft von Fanservice. Das meine ich natürlich stark vereinfacht, denn natürlich gehören zum Fanservice nicht nur die potentiellen Wichsvorlagen (z.B. wippende Brüste oder Mikuru im Hasenkostüm), sondern auch alle Arten des moe-Wahnsinns aller „uguu~, gao~, ow~ Yuu~ta~, Dango Daikazuko ;_;“. Das Thema ist ziemlich komplex und wäre schon fast einen eigenen Artikel wert. Ich würde jedoch zumindest sagen, dass viele der klassischen Otaku-Serien immer auf Fanservice basieren, wobei vor allem die High-Ecchi-Serien den höchsten Fanservice-Gehalt haben.

3Sport-Anime sind neben den Mecha-Serien die besten Genre-Adaptionen, denn in diesen haben die Figuren viel mehr Gesicht, als man vermuten mag. Zwar bestehen die Figuren aus lächerlichen Stereotypen mit wenig Charakterentwicklung, aber wenigstens kann man sich mit denen identifizieren. Bei der Ankündigung von „Free!“ wurde ich aber skeptisch.

Joah, richtig angesprochen wurde ich nicht, außer vielleicht von meiner Faszination für Otaku-Geheule; und die Otaku haben wirklich großartig geheult, als deren Super-Produzent KyoAni einen Anime mit muskulösen Oberschülern produzieren wollte, die (halb-)nackt im Schwimmclub ihre Bahnen ziehen. Wirtschaftlich gesehen fand ich die Idee wirklich grenzwertig, ein Projekt in KyoAni-Qualität in die Welt zu werfen, das die weibliche Zielgruppe ansprechen könnte. Denn KyoAni hat immer noch mit dem Übel zu kämpfen, dass deren Regisseure keine Charakterentwicklung animieren können, sowie deren Scriptschreiber keine Ahnung von der Komposition eines halbwegs gut durchdachten Plots haben. Leider kann man „Free!“ weder inhaltlich noch zeichnerisch mit „Uta no Prince-sama – Maji Love 2000%“ (die Show für die weiblichen Fans schlechthin) vergleichen und auch die Verkaufszahlen kann man nicht zurate ziehen, deswegen ist es schwer, diese neue KyoAni-Serie in den Kontext zu dem weiblichen Publikum zu setzen. Zwar sind viele Mädels dazu gewillt, ihr Geld in Bishounen-Zeugs zu stecken, jedoch nur, wenn diese Serien auch genügend Eye-Candy besitzen. Der Markt für die “weibliche Zielgruppe” ist auf keinen Fall gesättigt, aber mit durchschnittlich animierten sowie inszenierten Serien kann man bei den wählerischen Mädchen selten Erfolge feiern. Und auch Merchandise-Verkäufe sind kein gutes Argument für die weibliche Zielgruppe, denn Mädchen wollen ganz selten 10 Zentimeter große PVC-Puppen bespielen und werden damit selten angesprochen.

4Ich könnte nun 500 Wörter über sinnlosen Schwachsinn verlieren, aber ich möchte bei den Tatsachen bleiben und nicht mit meinen persönlichen Erfahrungen prahlen. Fakt ist, dass „Free!“ weder locker-fluffig ist noch Drama oder Ernsthaftigkeit aus dem schlechten KyoAni-Plotkatalog bezieht. Das könnte theoretisch ein Pluspunkt sein, Problem ist nur, dass für die Serie überhaupt kein Plot existiert. Deswegen ist diese Serie nicht ansprechend für Frauen, sondern ist für Männer gemacht (und fanatische Fujoshi, aber die mögen alles, woraus man Pairings shippen kann). Das erkennt man erstens daran, dass die Oberschüler voller Muskeln sind, denn Muskeln sind für Männer das A und O. Kein Mann möchte ernsthaft so flach wie eine Flunder sein; die Muskeln sollen also die Fitness der Zuschauer anspornen. Ich möchte nicht den Muskel-Fetisch der Frauen diskriminieren, aber ehrlich gesagt, haben die Oberschüler in „Free!“ nichts anderes als Muskeln. Und das ist wiederum abschreckend für Frauen. Die Figuren müssen sind nun nicht zwangsweise voneinander unterscheiden, aber es ist zwingend nötig, dass diese unterschiedliche Staturen haben, damit man es einfacher hat, einen Liebling zu finden. Wenn man die Jungs nebeneinander aufstellt, gibt es keinen Unterschied, wenn man Frisur und Haarfarbe außer Acht lässt. Der zweite Schachzug geht an Kou, die auch eine überraschend große Rolle einnehmen darf. Dieses Mädchen ist nur dazu da, um den männlichen Zuschauer in den Bann zu ziehen. Man muss sich nicht mehr zwischen drei bis fünf Mädchen entscheiden, sondern hat eines und kann seine ganze Aufmerksamkeit nur ihr schenken. Kou besitzt auch alle Gegebenheiten, um den moe-Liebhaber zu gefallen; sie ist sozusagen eine zweite Nibutani (aus Chuunibyo).

5Nun noch zu einem anderen Thema, dass auf Nagisa beruht. Dieser kommt mir vom Verhalten weiblicher vor als manch weiblicher Charakter zuvor in anderen Serien aus dem Hause KyoAni (vor allem seine Körpersprache). Er ist eine männliche Ritsu. Alle Figuren aus Free kann man mit dem K-ON-Cast gleichsetzen. Zum Beweis führe ich in einer repräsentativen Grafik die perfekte Besetzung auf.

UnbenanntNagisa = Ritsu: Nun habe ich deren Zusammenspiel bereits erwähnt, es folgt nun die Begründung. Beide sind hyperaktiv und strotzen vor Ideen, die selten Erfolg haben.

Miho Amakata = Ui: Die Beiden passen wie die Faust aufs Auge. Beide sind sehr hilfsbereit, aber wenn es wirklich darauf ankommt, sind beide nicht zu gebrauchen.

Makoto = Tsumugi: Diese Zuordnung ist ohne Zweifel eindeutig. Beide Figuren sind totale Mitläufer, die alles toll finden, was passiert und gerne mal mit ihrem Fanatismus übertreiben.

Rin = Azusa: Hier habe ich mich etwas schwer getan, weil Rin (der beste Charakter) nicht besonders viel Screentime bekommt (weil er der beste Charakter ist und die Besten werden immer aus dem Rampenlicht gezogen) und ich deswegen nicht sehr viel von ihm gesehen habe. Aber charakterlich ähnelt er trotz allen gegebenen Schwierigkeiten der Azusa. Beide sind zielstrebig, können aber aus situationsbedingten Gründen nie das erreichen, was sie sich vorgenommen haben.

Kou = Sawako: Wie schon erwähnt, hat Kou Ähnlichkeit mit Nibutani aus Chuunibyo, wenn man dem Aussehen eine höhere Gewichtung zukommen lässt. Der Charakter ist aber gleich mit dem von Sawako. Während beide die Unschuld und Kompetenz mimen, könnte beide sehr schnell in ihrem Fanatismus verfallen.

Rei = Mio: Die Charakterzüge sind bei beiden völlig unterschiedlich, aber durch deren Verhalten kommen beide in Situationen, in denen sie sich blamieren. Mio ist hypernervös und fällt deswegen auf der Bühne hin und alle sehen ihr Höschen; Rei gibt nicht zu, dass er nicht schwimmen kann und ertrinkt fast vor den Augen der Sportler. Die Beiden könnten theoretisch heiraten, so sehr passen die zueinander.

Haruka = Ton-chan: Beide sind fast immer im Wasser.

Ich will mit dieser Aufstellung darauf hinaus, durch die Ähnlichkeit der Charaktere in Vergleich gesetzt mit „K-ON und „Free!“ der männliche Zuschauer an die alten Charaktere (die er schon immer so toll gefunden hat) erinnert werden soll. Und die K-ON-Charaktere waren für Fanservice zuständig, der die männliche Zielgruppe erfasst. Durch geschickte Manipulation wird hier sehr anschaulich bewiesen, dass Affektion auf andere Charaktere einer neuen Serie übergehen kann.

„Das kann aber auch Frauen erfassen“, wirst du jetzt sagen. Ja, Tatsachen kann man nicht leugnen. Aber diese Serie ist nun mal dazu gedacht, um die Homophobie der Männer zu bekämpfen. Frauen unterliegen nicht der Homophobie, deswegen werden die per sé nicht angesprochen. Und durch die Anspielungen zu K-ON wird der Mann nicht sofort abgeschreckt.

Das war der erste Teil des Artikels, im zweiten vergleiche ich den gezeigten “Fanservice” mit der ultimativen Fujoshi-Serie „Kuroku no Basket“. (haha, hell no!)

Advertisements

kommentieren oder Ideen teilen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s