2012 Revue – die enttäuschendsten Anime 2012

Das Ende von 2012 ist schon etwas länger her, aber das macht nichts. Es macht mir aber keine Laune an den schwächelnden Serien zu meckern, dass machen alle anderen auch. Deswegen steht hier nichts von „Accel World“ oder „Sword Art Online“, sondern stattdessen Animes, die mich wirklich enttäuscht haben. „Enttäuscht“ heißt, dass man eine Erwartungshaltung hatte, die nicht bestätigt wurde. An einer KyoAni-Serie ist nichts enttäuschendes, weil diese per se schlecht ist und man da nichts erwarten kann. Bei Sword Art Online könnte ich mich zwar enttäuscht zeigen, weil ich es für den Soundtrack geschaut habe und der mich nicht überzeugt hat, weil es Sequenzen gab, die aus anderen Songs übernommen wurden (demnach nicht neu waren). Hier geht es aber generell um Anime.

 

Digimon Xros Wars 3

Ich könnte nicht über so etwas wie Digimon Xros Wars lästern. Zwar war die erste Staffel sehr generisch mit dem Konzept des villain of the week, aber die zweite Staffel wurde um einiges cooler, weil dort Yuu eine tragende Rolle gespielt hat. Dort war er villain mit dem Ziel, Spaß am Kämpfen zu haben, und er war trotz seiner Stellung in der Story recht sympathisch. Auch in der dritten Staffel war er dabei. Und die dritte Staffel ist es, die mich völlig aufregt. Es kam ein neuer Hauptcharakter hinzu; ein happy-go-lucky-Typ, der die meiste Zeit gebrüllt und keine Art von Charakterentwicklung gezeigt hat. Diese Serie verlief ohne verflixten Spannungsbogen, der Mainboss war so dermaßen erbärmlich und sah nicht mal ansatzweise wie ein Digimon aus, als wenn die Ideen ausgegangen wären. Davon könnte man auch bei den vorherigen Staffel ausgehen, denn die Digimon sind so lieblos designt, die hätten stattdessen Pokemon nehmen können und hätten eine bessere Wirkung erzieht als ein Hund mit Stirnband und Boxhandschuhen oder eine Maus, die Luftballons in den Händen hält. Und die Story endet damit, dass die Charaktere der letzten Serien zur Hilfe kommen (in der Tales-of-the-World-Manier), um den Mainboss zu besiegen. Es hatte einen guten Start, eine unglaublich gute mittlere Hälfte und ein erschreckendes Ende. Nein Danke.

Jormungard

Eigentlich könnte Jormungard interessant sein. Wenn es seine guten Punkte in der ersten Staffel ausgespielt hätte, wäre alles besser gewesen. Die erste Staffel kann man an sich vergessen. Die Charaktere auch. Es sind ständig welche gestorben, ich konnte nicht einmal Freund von Feind unterscheiden, so dermaßen schwach war Charakterisierung und Charakterdesign. Selbst an den Design will ich nicht meckern, aber es sieht schon komisch aus, wenn die Gesicht so aussehen, als würden die Charaktere eine Maske tragen. Die guten Punkte waren wohl Kokos Bruder und seine Mannschaft. Wäre er die Hauptperson gewesen, hätte ich nicht viel zu meckern gehabt.

Fullmetal Alchemist Brotherhood Movie

Bones hatte mit Fullmetal Alchemist Brotherhood das goldene Ei gelegt. Da wollte man gleich noch den Rest an Geld ausschöpfen, indem man von FMA ein Film dreht mit einem anderen Staff und einer original Story not made bei Arakawa. Es ist man Ende nach hinten losgegangen. Das Charakterdesign ist schon genauso geblieben, aber das Design kommt trotzdem nicht an die Serie heran. Und diese Story hat auch nicht zum besten beigetragen. Es passt gar nichts so richtig in die Mainhandlung hinein und emotional fühlt man sich verarscht, weil man schon das Good End erlebt hat, aber dann noch etwas aufgetischt bekommt, das vor dem Good End spielt.

Mein Nachbar Totoro

Oh, Totoro. Du bist so toll, ich möchte gern dein Nachbar sein. So sehr. Kotz. Was macht denn diesen Film so toll, außer die Tatsache, dass das gottgleiche Ghibli dafür verantwortlich ist? Das ganze Teil hat von hinten bis vorne keinen Sinn gemacht. Was ist mit der Mutter, warum ist die im Krankenhaus, an welchen tödlichen Krankheit leidet die, dass sie nicht mal nach Hause zu ihren Kindern kann? Was ist dieses Totoro überhaupt? Ein Hase, ein Eichhörnchen, ein Hund? Und diese Hauptfiguren sind so schlecht charakterisiert, dass ich kotze. Womit endet die Geschichte gleich nochmal? Kind gefunden, alle glücklich? Hätte Totoro nicht stattdessen die Mutter heilen können, der kann doch alles!?

One Piece Movies (alle, außer „Strong World“)

Es gibt da so einen Fernsehsender, der im Sommer die ganzen One Piece Filme ausgestrahlt hat. Einen von denen habe ich verpasst, die restlichen haben sich aber in mein Gedächtnis gebrannt, weil die so schlecht waren. Außer „Strong World“ war alles es ein Desaster. Man könnte sagen, dass die Filme experimentell seien, wenn man mal diese auslässt, die die komplette One Piece Geschichte nachspielen. Da gab es einen mit 2D-3D-Shading, das so schlecht aussah, dass ich beinahe dem Augenkrebs erlegen wäre. Dann nicht zu vergessen, den Film, in dem Namis Brüste bei jeder Bewegung so unnatürlich gewackelt haben, dass es nicht mal dem widerlichsten Fetisch gefallen hätte. Und von der Story möchte ich gar nicht erst reden. Besonders blöde wurde das Ganze, wenn eben die schon erzählte Geschichte nacherzählt wurde und dabei Zeug mit hineingeworfen wurde, dass dort nicht hingehören sollte. Choppers Geschichte auf der Winterinsel und in der Crew sind Franky und Robin mit der Sunny. Das macht keinen Sinn. Nicht im geringsten.

Groove Adventure Rave

Wow, der Manga war so gut; jedenfalls glaube ich das; ich fand den gut, als ich den gelesen hatte. Diese Serie hingegen spiegelt nicht das wieder, was der Manga ausgedrückt hat. Zwar wurde die Story beibehalten, aber, wie bei Shounenserien üblich, wurde sehr stark auf Standbilder gesetzt und die Kampfszenen wirken somit sehr stockend. Enttäuschend war aber, dass die Witze sehr unlustig wirken, weil das Script und die Seiyuu es nicht besser hinbekommen konnten. Heck, ich habe sogar eine Episode mit dem schrecklichen 4Kids-Dub gesehen und die hat mir besser gefallen als das Original. Da hat man einfach etwas grundlegend falsch gemacht.

The Next A-Class

Ein fünfminütiges Video über Nichts. Es war völlig sinnlos und als Promo für ein Auto völlig unnötig. Weder das Auto wurde in einem guten Licht gezeigt, noch wirkten die Handlung und die Charaktere seriös. Ich bin mir nicht mal so richtig sicher, worum es gehen sollte, außer dass eine Verfolgungsjagd durch enge Straßen und unglaubwürdige Parcours veranstaltet wurde. 5 Minuten für die Katz.

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