Holo ist eine…

Hure. Und das nicht zu kurz.

Dass sie von der halben Otaku-Menschheit gemocht wird, ist also schon geklärt. Dabei wurde mir Holo aber immer als intelligent vorgestellt und „der Manga  ist so gut, must-read!!!“ und so. Und obwohl ich einen Fetisch für Brillen habe, kann ich auch nicht zu Tierohren nein sagen, solange mir das Charakterdesign gefällt. Ich bin also im Besitz der unter „Planet Manga“ vertriebenen Originalkopien und habe diese auch gelesen.

Doch darin scheiden sich die Geister. Der Inhalt ist sehr umfangreich und weit gespickt. Man läuft mit einem Kaufmann umher, der versucht seine Waren zu einem guten Preis loszuwerden. Er ist ziemlich geschickt und hat einiges auf den Kasten und kann sich bald sein eigenes kleines Unternehmen aufbauen.

Dann trifft er die Holo, die zum Mensch gewordene Wolfsgöttin und diese möchte in ihre Heimat zurück. Angetan von ihrem wohlgeformten Körper stimmt der Kaufmann damit ein und los geht die Reise.

Durch ihr Zutun, konnte der Kaufmann bessere Geschäfte machen, weil die Kunden angetan von Holo waren. Gleich im ersten Band weist Holo darauf hin, dass Männer von ihren Trieben gesteuert werden (und Frauen sich darüber freuen, wegen Aufmerksamkeit, und so) und sie nutzt das auch aus. Aber dieses Ausnutzen macht sie auch zu einer Hure.

Sie ist zwar intelligent genug, um sich einen Vorteil von ihrer Umgebung zu verschaffen, aber sympathisch kommt sie trotzdem nicht rüber. Von Band zu Band wird Holo immer mehr zur Hure und der Fanservice-Anteil breitet sich mit felsenfester Sicherheit immer weiter aus.

Und ich verstehe nicht mal, wie der Originalautor der Spice&Wolf-LightNovel diesen Trash gut finden kann. Wahrscheinlich hat Holo den Autor auch schon eingefangen…

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4 Gedanken zu “Holo ist eine…

  1. Nein, nein. Du hast den Unterschied zwischen „Schlampe“ und „Hure“ nicht begriffen.
    „Huren“ sind im engeren Sinne Prostituierte. Nichts anderes. Als solches ist es generell ein anerkannter Beruf, der keine negativen Charaktereigenschaften impliziert. Prostitution ist Handel. Sex gegen Geld. Berechenbar und respektabel. Den sogenannten „Schlampen“ ist jedoch ncht zu trauen, was sie zum schlechteren Stereotypen macht.

    Wenn Horo ihr Aussehen nutzt, um den Gewinn zu erhöhen, dann ist das nachvollziehbar. Schließlich weiß ihr Gegenüber ganz genau, worauf er sich einlässt. Zudem übertritt sie auch keine Grenzen und macht den Handelspartner keine wirklichen sexuellen Avancen. Inwiefern sie dadurch nun unsympathisch sein soll ist mir unerklärlich.

    Mit der Qualität der Serie, die im letzten Absatz aufgegriffen wird, hat das nun auch wirklich gar nichts zu tun.

    tl;dr Horo ist toll.

    1. Nein, nein. Du hast den Unterschied zwischen “Moderne” und “Mittelalter” nicht begriffen.
      „Spice & Wolf“ spielt in einem mittelalterlichen Setting, wo es keine Schusswaffen gibt (bis Band 5 sind mir keine aufgefallen) und die Menschheit auf dem Rücken der Pferde transportiert wird. Wir können uns gerne wegen des richtigen Zeitalters der Geschichte streiten, obwohl ich keine Lust dazu habe.
      Fakt ist aber, dass es zu der mittelalterlichen und spätmittelalterlichen Zeit (und meinetwegen auch der Renaissance, wenn man etwas weiterdenken möchte) keine sogenannten „Schlampen“ gab. Deswegen ist die Terminologie, die ich in meinem Artikel verwendet habe, korrekt. Es wurden verführerische Frauen oftmals als Huren bezeichnet. Wo du in meinem Artikel „sexuellen Avancen“ heraus last, ist mir schleierhaft, schrieb ich doch nur davon, dass Holo das einfache Denken der Männer ausnutzt. Und dies, indem sie ihren Körper verführerisch bewegt oder platziert. Weil du aber auf ein gegenteiliges plädierst, habe ich Beispiele gesucht, die deine These der nicht vorhandenen „sexuellen Avancen“ wiederlegen. Dies wären Band 4 Seite 117, Band 5 Seiten 82 ff., Seiten 142 f., Seiten 172 f. Dies wären nun Beispiele, die dafür Sprechen, dass Holo auf körperlicher Ebene versucht, Lawrence zu überzeugen/verführen (ihn also auf diese Weise dazu bringen möchte, dass er nach ihrer Nase tanzt); die Dialoge lassen zwar auf ein einfaches Gespräch hindeuten, aber in einem Gespräch ist die Gestik wichtiger als der Inhalt des Gesprochenen. Dazu kommt noch, dass diese Beispiele bestätigen, dass die Manga-Serie von Band zu Band Fanservice-Lastiger werden, da in den ersten drei Bänden keine für den Protagonist verführerischen Panels auftauchen (natürlich können diese Panels aber verführerisch für den männlichen Leser sein; sprich Fanservice).

      Ich lese den Manga auch wegen, wie du sagst, der „Qualität der Serie“ weiter, nur ist Holos Verhalten für mich gleichzusetzen mit – wie ich im letzten Absatz erwähne – „Trash“. Und da Holo als eine der Hauptprotagonisten die Hälfte des Mangas ausmacht (oder sogar noch mehr), und davon etwa ein Drittel aus ihrem Verhalten besteht, könnte auch ein Drittel des Mangas „Trash“ sein. Da aber davon ausgegangen werden kann, dass die ersten drei Bände nicht mitgerechnet werden, besteht die Mangareihe grob gesagt zu einem Sechsundzwanzigstel aus „Trash“. Was wiederum bedeutet, der „Trash“-Gehalt sehr gering ist und demnach die „Qualität der Serie“ nicht behindert wird. Und jetzt frage ich mich, worüber du dich aufregst, da ich eben nicht die Qualität infrage gestellt habe, sondern die Tatsache, dass der Holo-Fanservice nicht mehr allein für den Leser, sondern auch für die/den Protagonisten bestimmt ist.

      Außerdem interessiert mich nicht, dass du „Horo […] toll“ findest. Solange du mit keinen Deut Holos Tollheit erklärst, ist deine Aussage nicht mehr als heiße Luft.

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