Secret Santa Ergebnis #1

Kurz vor Weihnachten bekam ich mal wieder eine Nachricht von einem MAL-Club. Diese fragte mich, ob ich wieder beim Secret Santa Event mitmachen wollte. Beim ersten Event hatte ich schon mal mitgemacht, obwohl ich nicht so viele gute Anime gesehen hatte. Der Sinn des Spiels ist es nämlich, einem zufällig ausgewählten MAL-Mitglied einen Anime zu empfehlen. Dabei kann man sich nach den vorher genannten Vorlieben richten.

Im vorletzten Jahr bekam ich die Empfehlung „Code Geass“ zu gucken. Die Person, die mir diesen Anime empfohlen hatte, kam mir sehr kompetent vor, weil sie sich vorher Gedanken gemacht hatte, ob ich für einen high-Mecha-Anime geschaffen wäre.

Von Kompetenz strotzte aber nicht die Person vom letzten Jahr. Ich wollte einen TV-Anime aus meiner Plan-to-watch-Liste gucken, weil dort drin zu viele stehen und weil ich so gut wie alles, was ich auf MAL erblicke dort rein packe. Die Genres, in denen sich der Anime bewegen wollte, waren diesmal

  • Romance oder
  • Drama oder
  • Tragödie

und vermieden werden sollten

  • Ecchi und
  • Sport und
  • Mecha und
  • Kuchen (K-ON Referenz)

Bekommen habe ich dies:

Das Clannad hatte ich nun noch ausgelassen, weil KyoAni=K-ON (muss jetzt nicht heißen, dass es in Clannad um Kuchen essen geht, aber wenn KyoAni im Spiel ist, bin ich etwas skeptisch) und habe mich an „ef“ gewagt.

Das hier wird nun kein Review von der gesamten ef-Reihe. Mir geht es nun mehr darum, ob meine Erwartungen erfüllt wurden. Ich habe zwar das ganze ef gesehen, aber ich beziehe mich jetzt nur auf die erste Staffel, weil mir nur die erste Staffel empfohlen wurde.

Wurden meine Präferenzen erfüllt?

ef teilt sich in zwei Einzelschicksale auf, die miteinander verknüpft sind. Das eine Schicksal hat vermehrt Drama (Miyako, Kei und Hiro) und das andere mehr Tragödie (Renji und Chihiro). Romance haben beide. Was aber nicht besonders gut geklappt hat, war die Visualisierung. Mir SHAFT als ausführendes Mittel war natürlich klar, dass irgendwelche Pseudo-Symbolik, Standbilder, kaum durchdachte Schnitte und schlecht colorierte Szenen zu sehen waren. Ohne die Story und die Symbolik wäre dieser Anime einen zusammengeklatschter Farbenhaufen geworden. Und die Story hat auch so ihre Tücken. Dadurch, dass zwei Schicksale beschrieben werden, springt die Handlung immer wieder hin und her, was mit der Zeit nervt, denn – ganz frei gesagt – das Schicksal von Chihiro ist um Längen interessanter als das andere.

Einfach ausgedrückt: Meine Präferenzen wurden erfüllt, aber einen sehr guten Anime habe ich nicht gesehen.

Wurden bestimmte Genres vermieden?

Im Grunde ja. Natürlich gab es in irgendeiner Szene Kuchen zu essen (oder war das in der zweiten Staffel? Beats me), aber Mechas sind nicht aufgetaucht. Ecchi könnte man den Fanservice (Blick auf die kurzen Röcke, Oberkörper etc.) nennen, aber das alles war nur andeutungsweise. Die Sexszene zwischen Renji und Chihiro wurde geschickt off-screen durchgeführt und Hiros nackt zeichnende Schwester kam nur einmal vor. Sport war zwar Keis Markenzeichen, doch dieser war auch nur am Rande zu sehen.

Ergebnis

Meine Präferenzen wurden erfüllt und die besagten Genres wurden vermieden. Trotzdem bin ich nicht zufrieden. Ich war damals aufgeregt zu erfahren, was ich zu sehen bekomme. Heimlich habe ich gehofft, dass „Bokura ga Ita“ in der Empfehlung steht.

Nun liegt es wirklich nahe, dass man jemanden etwas empfehlen kann, wenn man bestimmte Präferenzen angibt. Jedoch habe ich bis jetzt nur Mainstream-Animes bekommen. Dies ist für mich nun ein Grund beim nächsten Mal in meine Anmeldung zu schreiben, dass ich keinen Mainstream haben möchte, sondern die versteckten Perlen.Aber wie hoch steht die Chance, dass ich dann was gutes bekomme? „Nodame Cantabile“ werde ich nie empfohlen bekommen, weil es nicht in meiner Liste steht. Es ist zum kotzen.

Bis jetzt habe ich nur gelernt, dass ich meine Wunschliste immer kleiner eingrenzen sollte, damit ich auch etwas bekomme, mit dem ich zufrieden sein kann.

Btw: Ich gucke gerade „Fruits Basket“. Über die Witze kann man lachen, Charakterdesign kann man vergessen, Story und Handlung sind langweilig, Dialoge sind in manchen Fällen gut durchdacht (besonders wenn sie psychologisch oder philosophisch angehaucht sind) und die Animation ist grottig. Eine Empfehlung ist das nicht.

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