Der obligatorische Kalafina-Artikel

Es ist ungewöhnlich für mich, solche Art von Artikel fortzusetzen. Als Fan ist es eben recht schwierig, sich kritisch mit der Lieblingsband auseinanderzusetzen. Aber nach langer Abstinenz will ich nun wieder eine halbwegs konstante Anzahl von Artikeln pro Monat schreiben. Die Devise ist dabei: kurz ist gut. Weil ich sowieso mitten im Schreiben die Lust verliere, ist das auch besser so. Dann lassen sich die Artikel auch besser lesen.

Warum also jetzt noch ein Post gerade über Kalafina? Das neue Album ist seit einiger Zeit auf dem Markt und die Band kann einen baldigen Deutschlandauftritt auf einer Otakumesse verzeichnen. Es läuft sozusagen alles gut.

Aber das Album ist nicht das, was ich erwartet habe. Zwar hat jeder Sänger oder jede Band irgendwann mal eine Flaute, aber bei deren erstklassigen Songtexterin und Komponistin ist das alles andere als erwartet. Die Musik bleibt zwar immer noch experimentell, aber beim durchhören der einzelnen Tracks merkt man, dass die Luft ausgegangen ist.

Auf eine Tracklist verzichte ich nun mal, weil man die ganz leicht googlen kann. Das Album kommt mit 13 Liedern zu Tage, 9 davon sind neu. Das einzige Lied, das eine Huldigung meines Erachtens nach erfahren darf, ist „in your eyes“. Es hört sich durch und durch wie ein Popsong an, sticht aber durch schnelle Taktwechsel und Rhythmusveränderungen hervor.

Auch wie ein Popsong aufgebaut ist „mune no yukue“. In diesem Lied kristalisiert jedoch Kalafinas Gesangstalent heraus, wodurch es mein persönlicher Favorit ist.  Es wird nicht auf auf Sopranhöhen und einen Chor verzichtet, bleibt dabei aber immer noch klar und harmonisch. Beim Hören bekommt man sogar eine Gänsehaut.

Aber die Popmusik ist das Problem, denn die Popmusik hat die Oberhand gewonnen, was mich sehr erschüttert. Sozusagen macht Kalafina einen Imagewechsel durch, den ich nicht haben möchte. Denn Kalafina hat das, was ALI PROJECT fehlt: Einfallsreichtum. Kalafinas Tracks ähneln sich kaum (was nun nicht mehr haltbar ist durch das neue Album) und jedes Lied ist auf seine eigene Weise einmalig und intelligent gestaltet.

Dabei gehört Kalafina zu den Bands, die ich durch deren Einfallsreichtum in der musikalischen Ebene schätze. Den Mainstream werden sie allemal nicht erreichen können, aber mit diesem Album wurde ein Schritt in dessen Richtung getan. Es gilt abzuwarten, was als nächstes passiert. Die nächste Single steht schon in den Startlöchern.

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