[Review] Shinshi Doumei Cross

Mädchenmanga sind nun wirklich nur für Mädchen.

Nun nach langer Zeit habe ich mit wieder einen Manga von Arina Tanemura zur Hand gekommen, die schon so einige bekanntere Titel in Umlauf gebracht hat. Aus ihrer Feder stammen auch Kamikaze Kaito Jeanne und Fullmoon wo Sagashite (den werde ich auch irgendwann lesen und schauen). Ihre Werke haben zum größten Teil einige Fantasyelemente, aber „Shinshi Doumei Cross (engl. Übersetzung: The Gentlemen Alliance Cross) ist ein einfaches Schuldrama. Oder doch nicht so einfach?

Inhalt:
Haine ist Schülerin einer elitären Schule, die ein bestimmtes Klassensystem hat. Die Schüler werden in Bronze, Silber und Gold eingeteilt. Sie ist beispielsweise eine Bronze, abhängig von dem Stand ihrer Eltern. Dabei wohnt Haine nicht einmal bei ihren richtigen Eltern, sondern wurde adoptiert, weil ihr Vater sie aus dem Haus geworfen hat. Als kleines Mädchen hatte sie ein Bilderbuch geschenkt bekommen, dessen Autor der Schülersprecher der Schule ist. Sie weiß so gut wie alles über ihn (auch wenn ihre Intelligenz nicht besonders hoch anzusiedeln ist), doch als sie hört, dass der Schülersprecher entführt worden sei, macht sie sich sofort auf, um ihn zu finden. Sie hat auch keine Angst, den Entführern entgegenzutreten, weil sie in der Mittelschule Delinquent war. Nachdem sie den Schülersprecher gefunden hat, wird sie sein Bodyguard und Mitglied im Schülerrat. Dazu bekommt sie auch den neuen Titel Platinum, was soviel bedeutet, dass sie die feste Freundin des Schülersprechers wird.

Plot:
Die gesamte Geschichte dreht sich vorwiegend um Haine, doch manchmal wird ein wenig über die Liebschaften ihrer Freundin Usio berichtet, die für den weiteren Verlauf eine gewisse Bedeutung haben. Charakterentwicklung ist normal. Es ist alles aus Haines Sicht geschrieben, weswegen nicht immer nachvollziehbar ist, warum sich bestimmte Leute anders verhalten oder die Seiten wechseln oder lieb werden. Der Schluss hat ein Happy End mit einer Hochzeit. Von Charakteren und Plottwists ist alles dabei: Zwillinge, Crossdresser, Delinquenten, Mädchen, die 20 verschiedene feste Freunde gleichzeitig haben, Schwule, Gedächtnisverlust, Bruder- und Schwesterliebe, Verkupplungen, Lehrerliebe, böse Eltern und Verwandte, Rückblenden, unheilbare Krankheiten… Trotz allem, schafft es Tanemura eine zusammenhängende Story zu weben. Trotzdem bleiben die Charaktere nur Stereotypen.

Zeichnungen:
Wie im Shoujomanga üblich, sind die Panels sehr aufwendig gestaltet, aber es ist nicht schwierig denen zu folgen. Es ist nicht immer alles voller Blumen, dafür aber voller Gesichter. Das Maskottchen ist niedlich, hat aber keinen besonderen Einfluss auf die Story und verschwindet irgendwann ganz. Die Zeichnungen sind schön und für Mädchen ansprechend. Aber Arina Tanemura schafft hier wirklich eine Glanzleistung. Ich hatte vom Anfang bis zum Ende Schwierigkeiten, die einzelnen Charaktere auseinander zu halten. Sowohl Mädchen, als auch Jungen sahen so gut wie gleich aus. Komischerweise konnte ich jedoch die Zwillinge auseinander halten.

Zusammenfassung und Bewertung:
Eine einheiltliche Story mit einigen Plottwists liefert hier Arina Tanemura. Die Zeichnungen sind für Mädchen angepasst, sind aber nicht immer eindeutig zu unterscheiden. Es wird in den 10 Bänden besonders auf Gefühle wert gelegt, doch der eigentliche Plot beginnt erst Ende des vierten Bandes.

Inhalt: 6
Plot: 7
Charaktere: 5
Zeichnungen: 5

Gesamt: 6

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