Macht doch mal Platz!!

Um meinem Hass auf Fußgänger gerecht zu werden…

Ich bin seit langem Fußgänger, wenn ich nicht gerade ein Auto, Fahrrad oder ein anderes öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung habe. Aber eine Spezies macht mir als Fußgänger besondere Angst: der Fußgänger himself.

Es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht über andere Fußgänger aufrege. Als Autofahrer muss man vorausschauend fahren, für einen Fußgänger gibt es wiederum keine Regeln. Er ist der König der Wege, darf sich alles erlauben und sich über Fahrradfahrer aufregen, wenn die mal nicht richtig die StVO kennen. Dabei ist der Fußgänger selbst nicht besser.

Das Wesen der Fußgänger ist unergründlich. Sie bleiben aus Gründen, die mir schleierhaft sind, mitten auf dem Weg stehen, ändern grundlos die Richtung oder sind stupide zu langsam unterwegs. Man kann zwischen bestimmten Typen unterscheiden:

A) Die Harmonischen
Vorkommen: überall, wo es Fußgängerwege gibt.
Aussehen: alt oder/und mit Stock bzw. Krücken oder Frauen mit Kinderwagen
Verhalten: Ist viel zu langsam, will es aber nicht zugeben. Meistens in Begleitung eines Alterverwandten, der das gleiche Tempo an den Tag legt.


Lösungsvorschlag: So schnell wie möglich vorbeigehen und nicht beim Tragen der Einkäufe behilflich sein, weil man dann nie rechtzeitig nach Hause kommt.

B) Das Pärchen
Vorkommen: besonders in der Innenstadt, vor Schaufenstern oder Eisdielen, in Supermärkten oder an Marktbuden
Aussehen: zwei junge Menschen (meistens von unterschiedlichen Geschlecht), die eng verhangen sind und kaum zu Lösen sind
Verhalten: Bleiben unerwartet stehen und versperren durch ihre doppelte Breite den Weg. Weiterhin schlendern sie so herum, dass sie für einen Normalsterblichen viel zu langsam sind.
Lösungsvorschlag: Meiden wie die Pest. Falls ein Pärchen vor dir läuft, schnell vorbei oder wenn eins dir entgegen kommt, die Straßenseite wechseln oder einen Fluchtweg suchen, bevor sie viel zu Nahe sind. Wenn sie vor einem Schaufenster stehen, nicht in ihr Blickfeld rennen (wie im Bild beschrieben), weil sie sonst meckern, dass du die Sicht versperrst.

Das Pärchen kann man wie im Bild beschrieben umgehen.

C) Die Gestressten
Vorkommen: vor Bushaltestellen, vor Kaufhäusern etc.
Aussehen: Midzwanziger, -dreiziger
Verhalten: Machen meistens unerwartete Kehrtwenden oder Richtungswechselungen.
Lösungsvorschlag: Etwas langsamer und vorausschauend laufen, damit man in diese Leute nicht plötzlich hineinrennt.

D) Die Unentschlossenen
Vorkommen: vor Schaufenstern, in der Straßenbahn
Aussehen: meistens Schulkinder
Verhalten: Bleiben plötzlich wie angewurzelt stehen.
Lösungsvorschlag: Man muss ihnen ausweichen und am besten noch böse anstarren, damit sie ihre Lektion lernen.

Nun hat man alle irgendwie in Kategorien eingeteilt, aber das nutzt einem doch recht wenig, weil es sowieso Mischtypen gibt. Besonders dreist sind diese, die in den Bus einsteigen, bevor alle draußen sind. Da wird der Ausstieg nur weiter eingeschränkt (im Bus gibt es sowieso zu wenig Fluchtwege). Zur interessanten Gruppe gehören aber die Leute, die auf Knopfdruck, als würde vor ihnen eine Linie „hier stehen bleiben“ auftauchen, stehen bleiben. Öfters in Bahnhöfen und Flughäfen in der Nähe der Anzeigetafeln zu beobachten.

Eine menschliche Mauer. In der Mitte ist übrigens eine Frau.

Eine menschliche Mauer. In der Mitte ist übrigens eine Frau.

Kann man sich überhaupt vor Fußgängern schützen? Nein. Es wird immer welche geben, die aus der Reihe tanzen. Man kann sich vielleicht damit trösten, dass man irgendwann wie diese Leute wird bzw. schon ist.

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