[Episodenreview] Bist du ein Zombie? #1

Nach Beenden meiner Klassenabeit habe ich jetzt Zeit, um diesen Artikel zu schreiben. Nebenbei mache ich mir auch Milchreis. Weiß jemand, wann man sieht, dass die Milch kocht? Ach, jetzt weiß ich es. Ich habe die falsche Platte angeschalten… Artikel wahrscheinlich ab 18. Oder 16. Aber nicht wegen des Milchreises.

Nun ja… mit meinen Milchreis wird es sicherlich nichts (der ist bestimmt verbrannt), aber mit diesem Anime auch nicht. „Kore wa Zombie desu ka?“ oder auf deutsch „Bist du ein Zombie?“ zerrt erstmal an meinen Nerven. Auf seine Art ist er lustig, aber ich sehe kein Potenzial darin. Aber da rolle ich doch eher von vorne auf.

Die erste Episode beginnt in einer verschlafenen Stadt, in der nichts passiert. Und auch jeder Tag beginnt wie jeder andere. Der Protagonist steht auf, geht die Treppe runter und aus dem Haus, verabschiedet sich dabei bei der Person, die im Wohnbereich fernsehen guckt. In der Hintergrundmusik übt jemand Klavierspielen.

Kore wa Zombie desu ka?
Alles tutti, nicht wahr?

Und Herr Hauptperson findet erst mal das Wetter toll. Perfekt, um zur Schule zu gehen. Und schönes Wetter ist auch der Ausgangspunkt für tolle Ereignisse. Seien wir uns doch einig: Bei schönem Wetter ist man viel fröhlicher, geht viel lieber schoppen und macht einen Spaziergang. Sowas macht man eben nicht, wenn das Wetter nicht schön sein will. Also zur Schule mit uns, die so normal ist, dass man am liebesten nach Hause oder schlafen will.

Kore wa Zombie desu ka?
Dem Wetterbericht sollte man nie trauen...

Genau! Dem Wetterbericht sollte man nicht trauen. Es könnte jederzeit schlechter werden. Besser ist es, wenn man die Vorhänge zuzieht und die Augen vor dem Wetterumschwung verschließt. Was dieser Gedankengang bedeutet, kann man auch erahnen, wenn man weiß, dass es im Anime um Zombies geht. Es ist eben nicht alles, wie es scheint. Mein Milchreis ist auch nichts geworden.

Oh, mein Plot! Die Schule ist aus und was passiert? Eine Katze rennt mit Anhängselkätzchen über die Straße, aber da kommt ein Lastwagen. Das kleine Kätzchen ist aber so aufgekratzt und verängstigt und kann sich demnach vor Schreck nicht bewegen. Und der Lastwagen kann nicht bremsen, sondern nur hupen. Das diese Fahrer nicht aus ihren Fehlern lernen! Die müssten doch langsam wissen, dass Figuren aus Film, Anime und Manga ständig auf die Straße rennen ohne vorher nach links und rechts zu gucken. Ein bisschen mehr Aufmerksamkeit kann man ruhig erwarten.

Was macht also der Protagonist, der beinahe zufällig in der Nähe ist? Richtig! Die Katze retten. Vor seinem Tod durch überfahren kann er doch wenigstens das Tier retten. Aber da ist doch noch was… Jetzt kann doch nicht das Ende sein. Die Episodenzahl beträgt 12, also darf die Hauptperson nicht in den ersten zwei Minuten ins Gras beißen.

Kore wa Zombie desu ka?
Ach, wie kann man das nicht wissen?

Lebensretter sind cool, weil sie ihr Leben aufs Spiel setzen, um jemanden zu retten. Doch bei diesem Typen ist das schon erbärmlich. Gerade, weil er tot ist, macht es keinen Spaß ihm dabei zuzugucken, wie er ein hilfloses Tier rettet. Wenigstens kann ich etwas Schadenfreude empfinden, weil er trotz seines untoten Lebens Schmerzen spüren kann. Physisch und mental. Da er ein Zombie ist, kann er nicht vor Scham sterben.

Denn durch unerklärliche Umstände fliegt er durch die Luft und verliert dabei all seine Kleider. Nur eine Perücke verdeckt sein bestes Stück. Von seiner geballten Männlichkeit werden außerdem die Katzenfamilie und zwei schreiende Schülerinnen geblendet. Wieso schreien die überhaupt? Sind die Mädchen nicht daran Schuld, dass die Katzen über die Straße gerannt sind? Die standen bestimmt auf der anderen Straßenseite, sahen die Katzen und riefen: „Los, Neko-chan! Komm rüber! Ich hab noch ein Pausenbrot zu verschenken!!“ Und weil diese streunenden Katzen sich wie Ratten vermehren ohne daran zu denken, dass das Futter nicht für sie alle ausreicht, haben diese schlauen Tiere eins und eins zusammengezählt und sich auf den Weg zur anderen Straßenseite gemacht, um kostenlose Kost zu bekommen. Dann kam aber der Laster. Und der Protagonist, der alle seine Kleider verliert.

Das mit den Kleider verlieren ist schon so eine Sache. Wieso macht man das? Dass die Otaku leicht bekleidete Frauen mögen, ist schon klar. Aber das gleiche mit Männern? Soll diese Serie explizit Otakufrauen ansprechen, die eine perverse Ader haben und mal Comedy der neueren Generation (Comedy gegen Männer) erleben wollen? Oder der Laster und der gesamte Hintergrund sind Tsundere und haben es auf den Protagonisten abgesehen und ihm alle Kleider vom Leib gerissen, um ihn mal so richtig zu demütigen? Hört sich nicht sonderlich logisch an.

Aber noch zu etwas ganz wichtigem…

Kore wa Zombie desu ka?
Richtig so!

Ein Lauftext macht es noch mal deutlich: Don’t try this at home, kids! It’s dangerous. Natürlich sieht man das schon beim Schauen. Wer würde schon auf den Gedanken kommen, eine streunende Katze vor dem Seelentod zu retten (außer PETA)? Lasst das nächste Mal die Katze sterben. Die hat noch nie etwas von Geburtenregulierung gehört. Eine tote Katze heute, morgen gibt es vier neue kleine süße Kätzchen.

Von der ganzen Lebensrettungsaktion kommt der Maincharakter ausgepowert nach Hause, wo schon die Mitbewohnerin auf ihn wartet. Und darauf, dass es Abendessen gibt. Der ist es völlig egal, dass er beinahe gestorben wäre. Okay, er ist ein Zombie, er kann nicht sterben, aber trotzdem, vom logischen… ach, gibt es hier ja nicht.

Gentleman wie man ist, weist man die Hilfe der Frau beim Kochen zurück. Dafür darf er ihr auch nicht beim Essen helfen. Als er es doch tut, bricht sie ihm den Arm. Mir stellt sich jetzt die Frage, ob und wie der Bruch nachwächst. Bei Angel Beats! wurde das auch nicht geklärt.

So wie Kerle sind, kommt er aber auch nicht ohne Träume aus.

Kore wa Zombie desu ka?
Was sollen diese Lauftexte? Als wenn wir nicht wissen würden, dass es nur ein Wunschtraum ist.

Und dann labert er auch völlig philosophisches Zeug daher.

Wenn du [die Mitbewohnerin] mich nicht wiederbelebt hättest, wäre ich noch tot.

For real? Hätte ich nicht gedacht… Logik pur… Aus dieser Aussage findet man wenigstens heraus, dass die Dame dazu beigetragen hat, dass man den Typen auf der Leinwand sehen kann.

Und der Kerl führt immer noch sein Schülerleben, weil er denjenigen finden möchte, der ihn getötet hat. Würde ich auch machen, wenn ich ein Zombie wäre. Ich hätte sonst nichts anderes zu tun. Aber dieser Junge ist auch ein Genie. Was will er dann machen, wenn er den Mörder gefunden hat? Den Mörder fragen, ob er seine Telefonnummer kriegen kann? Herausfinden, wo er das tolle Katana gefunden hat, mit dem er den Protagonisten erstochen hat?

In der großen gefährlichen Stadt rennt auch ein Serienmörder rum und der Maincharakter soll nicht draußen rumrennen. Es ist gefährlich. Natürlich. Er ist tot, was soll schon passieren? Und wo geht er hin?

Kore wa Zombie desu ka?
Spazieren auf dem Friedhof.

Als Zombie fühlt man sich nur auf dem Friedhof wohl. Da auch mitten in der Nacht Leute auf dem Friedhof rumlaufen dürfen, es gibt ja keinen Serienmörder, das ist nur ein Gerücht der Medien, ist er nach kurzer Pause nicht mehr allein. Die Kettensägenprinzessin kommt hinzu und metzelt alle Grabsteine nieder. Die haben ihr bestimmt alle was getan.

Und weil unser Protagonist auch ihr Höschen gesehen hat, greift sie ihn mit der Kettensäge an. Wieso trägt sie auch einen Rock, wenn sie nicht will das Perverse unter den Rock gucken?

Was denkt man also, wenn man ein cosplayendes Mädchen mit Kettensäge sieht, die alles zerstört, was in ihrem Weg steht?

Kore wa Zombie desu ka?
Ein süßes Mädchen mit Kettensäge...?

Ich nenne das Psychopat. Der arme Junge hat bestimmt bei der Verwandlung in einen Zombie sein Hirn verloren.

Aber es ist endlich klar, warum das Mädel die Umgebung niedermäht (okay, das nicht) mit der Kettensäge. Sie kämpft gegen Pädobär. Und der Kerl wird auch ein Opfer von ihm.

Optimistisch, wie die Cosplayerin ist, sagt sie ihm gleich was Sache ist:

Gib alle Hoffnungen auf. Du kannst nicht überleben.

Kann er sowieso nicht. Er ist schon tot, er kann nicht mehr überleben.

Optimistisch und sadistisch wie sie nun ist, macht sie Pädobär nicht fertig, sondern schneidet den Protagonisten in zwei Hälften und danach Pädobär.

Kore wa Zombie desu ka?
Immer positiv denken. Richtig so!

Der Kampf ist vorüber, die Toten müssen begraben werden. Deswegen verwandelt sie sich in Normalogirl zurück, nachdem sie ihn berührt hat. Aber anstatt die richtige Kleidung anzulegen, ist sie nun splitternackt. Als Bonus schlägt sie den Protagonisten noch mal tot.

Gedankensprung. Die nächste Szene findet in der Wohnung des Protagonisten statt. Wie er ein nacktes Mädchen bis zum Haus gebracht hat ohne gesehen zu werden, ist unwichtig. Aber man findet heraus, dass sie ihre magischen Kräfte verloren und an den Typen abgegeben hat. Deswegen lebt sie erst mal beim Kerl, weil sie niemanden weiter kennt. Erinnert sich jemand? So hat Bleach auch angefangen, dann wurde es crap.

Kore wa Zombie desu ka?
So spielt meine Katze auch mit dem Handy.

Nach ein bisschen Fanservice und Pantyshots ruft sie nun bei ihrer Schule an und sagt, dass sie doof ist ihre Magie verloren hat. Wenigstens ist sie vorbildlich und hat sich ihre fünfzehnstellige Identifikationsnummer gemerkt. Der Serienmörder hat auch gemerkt, dass ein Magical Girl in der Stadt ist.

In der Schule, neuer Tag. Es wird vom Maincharakter resümiert, was die Tage passiert ist und er wirft mit Fachbegriffen (Schwarzshield, Gaia) um sich, die in der weiteren Handlung sicherlich keine weitere Bedeutung haben werden. Dann kann man sie auch gleich weglassen. Aber nicht die Sonnencreme. Denn der Kerl ist nun in der Sonne verbrutzelt, eben weil er keine Sonnencreme benutzt. Schutzfaktor Z wie Zombie. Scheint aber keinen Mitschüler großartig zu stören, in der nächsten Sekunde gehen alle heim.

Der Kerl will aber noch nicht gehen. Er lehnt auch das Angebot seines Freundes ab, mit ihm sein neues PC-Spiel „Zombieabschlachten“ zu spielen. Hätte ich auch so gemacht. Die armen Zombies. Wie kann man nur auf den Gedanken kommen, die töten zu wollen? Gegen die kann man nicht gewinnen, die können nicht sterben.

Der Serienmörder kommt auch vorbei, hat aber einige Probleme, die Tür zu öffnen. Man muss auch erst darauf kommen, dass die japanischen Türen Schiebetüren sind. Dieses Problem war jedoch für jeden Serienmörder einfach zu meistern.

Kore wa Zombie desu ka?
...for armi.

Die Kettensägenlady kommt auch zur Hilfe, aber so großartig ist sie auch nicht, weil sie sich nicht verwandeln kann. Sie scheint es sogar selbst vergessen zu haben, denn sie verwandelt sich, um danach festzustellen, dass es nicht geht. Diese Mädchen werden auch immer blöder. Sie steht also mal wieder ohne Kleidung da und der Serienmörder verwandelt sich in einen überdimensionalen Hummer. Der ist auch kein Serienmörder, sondern ein Monster, dass Kettensägenlady zerschmettern muss, um Punkte zu bekommen. Völlig sinnfrei.

Der Zombie ist aber stärker, als er aussieht und macht den Hummer richtig zu schaffen. Wenn man kein Hirn mehr hat, kann man also an anderen Stellen aufpowern.

Weil er den Hummer zwar aufhalten, aber nicht besiegen kann, muss er sich nun in ein Magical Girl verwandeln. Schließlich kann man ein Monster nur mit einer magischen Waffe besiegen.

Kore wa Zombie desu ka?
kawaii~ :3 Da steht sogar sein Name drauf!

Für die Perversen gibt es auch Pantyshots von ihm. Warum, weiß ich auch nicht richtig. Es macht keinen Sinn. Warum sollte man das Höschen eines Kerls sehen wollen?

Er macht den Hummer fertig, ist ja klar, und landet in einer Menschentraube. Alle seine Mitschüler sehen ihn nun erst mal crossdressen. Was macht ein durchschnittlicher Schüler, wenn er jemanden aus seiner Klasse crossdressen sieht?

Kore wa Zombie desu ka?
Fotos machen!

So ist die Jugend eben. Fotos machen und ins Netz stellen. Sowas sieht man auch nicht alle Tage. Er kann gleich eine Freakshow mit der Kettensägenlady aufmachen.

Conclusion: Er darf weiterhin Magical Girl spielen. So ein Pech, dass er nicht vor Scham sterben kann.

Bewertung:

Charakter-/Plotentwicklung: Ist die erste Episode, da kann man nicht so viel erwarten. Plot war nicht interessant, ich habe mich mehr fremdgeschämt. 2

Zufriedenstellung: Episoden ist in sich abgeschlossen. Nichts interessantes (abgesehen von den Pantyshots des Kerls, aber wer will das schon sehen?). Aber lustig. 3

Gesamt: 5

Die nächsten Episoden werden mit Sicherheit episodenhaft sein. Freude. Freude. Freude meinerseits.

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