Ein Heil der…

Milchschnitte.

Ich kann mich noch als kleiner Hüpfer daran erinnern, was ich nie von Mutti bekommen hatte. Liebe, Geborgenheit, Akzeptanz, Milchschnitte. Warum bekam ich nie Milchschnitte? (Ich weise darauf hin, dass „Milchschnitte“ ein kommerzieller Name ist und ich hier keine Werbung verbreite. Wäre ja auch zu schön.)

Ich hatte alle Kinder beneidet, weil sie Milchschnitte in die Schule bringen konnten. Oder anders ausgedrückt: Ich war traurig, weil ich nie Milchschnitte in die Schule mitnehmen konnte. Stattdessen hatte ich das wunderbare Butterbrot, dass ich nach der Schule in die Schnauze unseres Hundes gestopft hatte.

Meine Mutter war nie ein Fan des Konsumrausches und kaufte nur das, was zum Überleben nötig war. Selbst neue Kleidung bekam ich nur, wenn Mutti ein Schnäppchen im Katalog gefunden hatte.

Und da sie immer diese Pseudo-Nachrichten gucke, wusste sie etwas über Milchschnitte, was die Welt total schockierte. In Milchschnitte ist Alkohol. Ich war aber ein Genie und erzählte das einem Milchschnitte essenden Kind. Dieses rannte mit der Verpackungen zu unserer Lehrerin und erzählte ihr, dass ich gesagt hatte, dass in Milchschnitte Alkohol ist.

Die Lehrerin las nun laut vor, was auf der Zutatenliste stand und siehe da: nichts von Alkohol. Das steht ja auch vorne drauf, aber da guckt keiner hin. Und wenn es noch nicht genug war, die Lehrerin sagt dann zu mir, dass ich mir was schämen sollte, solche Lügen zu erzählen. Das Kind kam zu mir zurück, grinste mich an und danach begann das Mobben gegen mich.

Ich habe nur schlechte Erfahrungen mit Milchschnitte gehabt…

Und trotzdem liebe ich das Zeug und muss immer was davon kaufen, wenn ich es im Regal des Supermarkts sehe. Und am Kauftag ist dann auch die Schachtel leer, so sehr stehe ich auf das Zeug.

Dabei ist Milchschnitte keine Schnitte aus Milch. Und den Honig darin schmeckt man auch nicht heraus. „Für die Zwischenmahlzeit empfohlen“ steht drauf. Bei mir sind Milchschnitten die Zwischenmahlzeit. Außerdem besteht die Milchschnitte auch nicht aus Brot und Milch, sondern aus Zucker und Fett.

Wahrscheinlich mag ich Milchschnitte so sehr, weil es mir immer verwehrt war…

Nun aber Schluss damit. Das nächste Mal gibt es einen interessanten Artikel von mir. Ich gehe jetzt Gintama gucken.

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4 Gedanken zu “Ein Heil der…

  1. Kritik entgegengenommen.
    Soll das nun heißen, dass du mir den Krieg erklärst, weil mein Blog so ähnlich heiß wie deiner? Dann muss ich gleich entgegenwirken, dass a) ich hier keinen reinen Animeblog führe (jedenfalls zu diesem Zeitpunkt nicht) und 2.) mein Blog den gleichen Namen hat wie meine Homepage (dreary dream). D.h. dass wir unterschiedliche Bloggerziele verfolgen und demnach kein Streit wegen eines Namens herrschen sollte.

    Ansonsten könnte ich alternativ meinen Titel in „Wer braucht schon einen Titel, wenn man eine Message hat?“ umbenennen.

    1. Ne, nichts schlimmes. Ich nahm nur anstoßt daran, dass bei dir die „Träume ihr Licht verlieren“, was für „Traumlicht“ doch eher fatal wäre xD

  2. milchschnitte ist echt super. :3 ich fühle mit dir, denn meine mutter hat auch nie milchschnitte oder gar cornflakes gekauft. :(
    :D

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