Was ist nur an dieser Magical Girl Serie so interessant?

Wenn ich entscheide, welche Animes der kommenden Season ich gucken möchte, mache ich das recht impulsiv (was wiederum bedeutet, dass ich von den Serien enttäuscht werde). Ich richte mich nach dem Titelbild und dem Genre, Studio ist mir sowas von egal, der Trailer eigentlich auch und die Beschreibung kann sowieso auf den Müll. Aber warum fällt mir dann eine Entscheidung zu „Mahou Shoujo Madoka★Magica“ so schwer?

Als ich diesen Anime das erste Mal gesehen hatte, hatte er gar nichts besonderes. Eine niederträchtige Kurzbeschreibung aller

„Upcoming original anime by Studio SHAFT.“

So etwas sagt mir eben nur: das ist ein Anime, der wird bald anlaufen, verantwortlich dafür ist SHAFT.

Nun gibt es Leute, die sagen: SHAFT ist geil, schau ich an. Das trifft aber nicht auf mich zu, denn wie schon oben erwähnt, ist das Studio für mich nicht wichtig. Ich glaube auch zu wissen, dass ich nur einen Anime von SHAFT gesehen habe und das ist Bakemonogatari. Jedenfalls ist das der einzige Anime, der mir spontan einfällt, wenn ich an SHAFT denke sowie an die Tatsache, dass ein deutsches Wort herauskommt, wenn ich das Substantiv „Mann“ vor SHAFT setze. Das war mein sinnloser Humor, bitte lachen.

Wenn ich nun an Bakemonogatari zurückdenke, fällt mir gleich auf, dass ich der Serie eine impulsive Bewertung von 10 gegeben hatte, ohne groß nachzudenken warum. Auch einem eingefleischten Kritiker, der alles langweilig findet was kommt, kommt so etwas schon mal vor. Diese Bewertung ist wahrscheinlich nicht gerade berechtigt, es hätte auch eine 5 Punkte gereicht.
Die Serie hatte seinen eigenen Charme, den ich so wenig verstanden hatte wie den Plot. Im Grunde ist die Serie erstaunlicherweise ohne Plot ausgekommen. Den gab es schon, aber durch die vielen Dialoge hat man den schnell vergessen. Die letzten drei Episoden wurden dann noch über Internet gezeigt, was zur Folge hatte, dass man auf die einzelnen Episoden viel länger als eine Woche warten musste. Hört sich jetzt dermaßen schlecht an… Vielleicht ist das der Grund, warum ich Gefallen am Anime bekommen hatte.

Nun ist aber die Magical Girl Serie kein Bakemonogatari. Wahrscheinlich überhaupt nicht. Die Zeichnungen unterscheiden sich durch das Charakterdesign (die Figuren sind mehr pummelig, so wie bei Hidamari Sketch) und die Farben sind bei Mahou Shoujo Madoka★Magica kraftloser gehalten.

Auf Youtube habe ich nun wenigstens eine etwas stichhaltige Beschreibung zum Anime gefunden. Kaum zu glauben, für was man Youtub alles benutzen kann.

Having a loving family, close friends, experiencing times of joy and times of sadness. These are the things that make up an ordinary life.

Kaname Madoka is a normal 2nd year middle-schoolgirl who lives such an ordinary life. Until, that is, a strange encounter occurs. She does not know if this encounter is coincidence, or the vagaries of fate, but two things are certain…
This is the moment when her destiny changes…
This is the start of a new magical girl story!

Jor. Sagt alles.
Ich habe immer noch keine Ahnung, um was es geht. Ein normal Mädchen bekommt Superkräfte? Wie einfallslos.

Dass so wenig Informationen vorliegen, liegt auch daran, dass es sich hier nun um keine light novel/visual novel/manga-Adaption handelt. Viele Produzenten kommen inzwischen auf die Idee, dass Anime nicht nur animierte Manga sein sollten. Ist das nun schlecht, dass keine Vorlage gegeben ist? Vielleicht ein bisschen, weil sich Leute nicht trauen könnten, sich die Serie anzusehen, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommen wird (so wie bei mir).

Hinzu kommt noch: Was denkt man, wenn man „Magical Girl“ hört?

  • das Gute siegt,
  • Sternenstaub,
  • Lolis,
  • Verwandlungen,
  • Kinderanime,
  • Longplayer.

Longplayer! Kaum zu fassen. Denken wir doch an Sailor Moon, PreCure, DoReMi (und nicht an Nanoha), dann trifft einem der Schlag. Die haben elend lange und viele Episoden, in denen nichts interessantes passiert, und zigtausend Fortsetzungen.
Jetzt könnte es nun sein, dass ein Vorteil daraus entspringt, dass der Anime keine Vorlage hat. Lästige Filler sind passé, weil das Script nicht auf neue Mangakapitel warten muss. Und damit schneidet man sich wiederum ins Fleisch. Nun könnte jeder dahergelaufene Trottel kommen und sagen: „Ich habe eine Idee für eine Episode des neuen Magical Girl Streifen.“ Und wurde der Typ nicht auf den Mond geschickt, wird etwas ganz neues aus seiner Idee geboren: ein Filler. So kommt man also dahin zurück, wovon man Abstand nehmen wollte.

Nun also komme ich  zu dem Punkt, der mich zweifeln lässt, ob es richtig ist, diesen Anime zu übergehen. Musik und Yuki Kajiura. Ich glaube zwar, dass ich sowieso die Musik vergesse, sobald sie läuft, aber egal. Ich bin ein Fan der Frau, deswegen sollte ich mir den Anime  nicht entgehen lassen. Ich habe schon Animes gesehen, weil Yuki Kajiura den Soundtrack gemacht hat. Aber der Soundtrack ist doch nicht das entscheidende am Anime. Die Seele des Animes liegt in der Erzählweise und den Charakteren, da kann ich den nicht nach der Musik beurteilen. Nur weil der Komponist der Musik gut ist, heißt es nicht automatisch, dass der Anime etwas zu bieten hat. Außerdem kann genauso die Musik deplaziert sein, da ist es egal, wie unglaublich jedes Msikstück ist.

Wenn man die Musik mag, muss man auch nicht den Anime gucken, sondern kann sich den Soundtrack kaufen, sobald der erschienen ist.

Ich tendiere immer noch, diesen Magic Girl Anime nicht zu gucken und hoffe darauf, dass ich jemanden finde, der mir sagen kann, ob der sich lohnt. Danach will ich erst eine Entscheidung treffen.

Ich gehe jetzt. Mein Zug kommt bald und morgen wieder arbeiten. YAY.

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