[Review] der Prinz mit Superkräften

Vor einer Woche – oder so – machte ich bei MAL bei einem Clubspiel mit. Ich sollte einer zufällig ausgewählten Person einen Anime empfehlen. Im Gegenzug durfte dasselbe eine andere Person bei mir machen.

Meine Vorgaben waren regelrecht einfach. Die Person sollte einen Anime aus meiner Plan-To-Watch-Liste empfehlen. Als Hilfe nannte ich drei Animes, die mir gefallen haben, damit die Person sich nach denen richten konnte. Den Namen der Person nenne ich hier mal nicht, aber die Empfehlung von dieser.

Recommendation: Code Geass
Why?:
You have stated in your request that you liked FMA, D Gray Man, and Pandora Hearts. All shonen. I looked into your list and the anime you seem to have rated the highest mostly consisted of was shonen. But since there are just so many shonen titles I had to slim it down. So I noticed that the three anime above were all dark-themed and has some kind of secret organizations involved in them. Incorporating your plan to watch list, surely there were plenty of other dark-themed shonen in that section, but I haven’t seen many of them and it wouldn’t be much of recommending if I haven’t seen such and such title. What I have seen was Code Geass and that appeared in your plan to watch list. But there was one problem, it had a great deal of mecha in it so I was skeptical at first. Code Geass is shonen, dark-themed, and has a secret organization involved, your three fave’s have nothing to do with mechas. So I reviewed your list again and saw that you rated Break Blade, heavily mecha-themed, a 10. That set in stone for me to come to a conclusion that Code Geass be your recommendation. :)

Und nun habe fünf Tage gebraucht, um beide Staffeln zu sehen. Das Review ist vielleicht etwas old-school, aber da jetzt noch nicht die neue Season läuft, kann ich ruhig eine Beurteilung schreiben.

Plot:
What’s that? Genau, was ist das? Der Plot ist völlig vielschichtig.
Die Hauptfigur ist Lelouch Lamperouge, ein Antiheld, der verstoßene Prinz des Staates Britannia. Er lebt im Japan des Jahres 2017, das vor 8 Jahren von Britannia besetzt wurde. Er hat den Status eines Britanniers und lebt dort etwas wohlhabender, ist beispielsweise auch im Schülerrat. Weil er schnell gelangweilt vom Leben ist, nimmt er in Spielhallen Adlige aus.
Bei einer Fahrt zurück zur Schule kommt ein Laster von der Straße ab, Lelouch rennt zu diesem hin und steigt ein, weil er (wahrscheinlich) helfen wollte, aber der Laster fährt dann einfach weiter, weil er von der britannischen Armee verfolgt wird. Denn im Laster sind „Terroristen“, die „Giftgas“ gestohlen werden. Nach einigen Feuergefechten geht der Behälter kaputt, aber darin ist kein Giftgas, sondern eine Frau, die Lelouch eine Superkraft gibt: das Geass. Mit seinem Geass kann Lelouch anderen Menschen seinen Willen aufzwingen.
Lelouch gründet mit den Terroristen eine Organisation: die Black Knights. Mit denen will er die Herrschaft Britannias stürzen, damit seine Schwester in einer glücklichen Welt leben kann. Er tretet dabei als verkleidete Person auf und nennt sich „Zero“, damit niemand aus den höheren Rängen der Armee erkennt, dass er ein Prinz ist. Sein Widersacher wird aber sein bester Freund Suzaku Kururugi, der den gleichen Wunsch hat wie Lelouch (wie rührend), aber diesen zu verwirklichen versucht, indem er die Armee von Innen verändert.
So viel zur Story.

Aber was ist mit Plot? Genau, Plot. Das ist so eine Sache. Es wird einmal aus der Sicht von Lelouch und andererseits von Suzaku berichtet, wie sie versuchen, etwas zu ändern. Dabei kommen sie sich öfters in die Quere und wissen dabei anfangs nicht, gegen wen sie in Wirklichkeit kämpfen.
Man sieht Intrigen zwischen verschiedenen Leuten, sogar in den eigenen Reihen. Lelouch verstößt gegen die Moral, indem er sein Geass benutzt, um anderen zu befehlen zu sterben. Und dabei Massaker anrichtet, ohne es so zu wollen. Was anfangs für ihn nur ein Spiel war, wurde bitterer Ernst und er bliebt trotzdem am Ball. Leute handeln unüberlegt und bringen Menschen um, die vermeintlich eine Bedrohung darstellen könnten.
Das ist kein Plot mehr. Das ist ein Genie. Ständig kommen neue Begebenheiten hinzu mit denen man nicht rechnet. Leute wechseln die Seiten aus unterschiedlichen Gründen (Geass, Überzeugung etc.). Man ist als Zuschauer gefesselt, weil man wirklich nicht voraussehen kann, was als nächstes passiert. Plottwists inklusive.

Charakterentwicklung:
Auf der Hauptfigur Lelouch liegt natürlich in der gesamten Serie das Hauptaugenmerk. Als hundertprozentiger Antiheld ist er skrupellos und wird es von Episode zu Episode immer mehr. Er belügt jeden und gibt keine Zugeständnisse. Wenn etwas nicht ganz nach Plan läuft, frisst er alles in sich hinein. Man kann zusehen, wie machthungriger und besessener und wahnsinniger er wird. Bis zum bitteren Ende.

Zum anderen wäre da noch Suzaku. Er ist ein loyaler Soldat, steigt in den Rängen auf und erlebt einen Schicksalsschlag. Dadurch wird seine freundliche Natur umso mehr gestört und er lebt nur noch, weil sein bester Freund ihm einmal mit dem Geass befohlen hatte, zu leben. Er hasst Zero und Lelouch, weiß nicht, wie ehrlich zu den Leuten in der Armee werden soll. Er ändert seine Prinzipien in keiner Weise, bereut es aber dann wieder. Er ist hin und her gerissen.

Die anderen Protagonisten verändern sich auch. Ihre Überzeugungen werden durch Zero und Britannien über den Haufen gerannt, jeder handelt nur noch so, wie er es für richtig hält.

Animation:
Die Mechakämpfe sind manchmal etwas ungenau. Besonders, wenn es Eins-gegen-Eins-Kämpfe sind. Das sterben von vielen Mechas wird dagegen sehr gut dargestellt. Was mich etwas stört, ist, dass besonders die weiblichen Mechapiloten gerne mal der Hintern zu sehen ist. Dort wurde auch Szenenrecycling betriben. Und weil gerade Recycling angesprochen wurde: Bei vier Openings tauchten Bilder untereinander öfters auf.
Die Figuren sind meiner Meinung nach ziemliche Hungermodel, so dünne Arme und Beine haben sie. Das liegt vielleicht auch am Charakterdesign von CLAMP. Wenn ich sehe, wie Lelouch das Gesicht oder den Mund verzieht, bin ich nicht gerade angetan. Der Gesichtsausdruck passt zwar zur Situation, aber er sieht einfach hässlich aus.

Musik:
Die ganzen Endingsongs haben mir nicht gefallen, deswegen ziehe ich mal einen Punkt ab. Nein, so kleinkariert bin ich nicht, aber es stimmt schon. Die Endingsongs waren für die Katze. Gefallen haben mir die Battlethemen, die wurden nicht schnell langweilig. Trotzdem war BGM nicht ausgewogen genug.

Zufriedenstellung:
Das Ende der ersten Staffel war es nicht. Dafür bildete dann das Ende der zweiten Staffel den gebührenden Abschluss. SPOILER Der Tod von Lelouch war nicht gerade das, was ich wollte, aber unvermeidlich. So geht es auch anderen Fans, die Beweise suchten, warum Lelouch nicht tot sein kann. Aber warum denkt niemand an den Rolo? Er darf nicht tot sein!!! SPOILER ENDE

Auswertung:

Plot: 10

Charakterentwicklung: 10

Animation: 8

Musik: 8

Zufriedenstellung: 9

Gesamt: 9 (Tendenz zur 10)


Ein Fanboy hätte jetzt 10 Punkte gegeben, aber ich bin kein Fanboy. Den Bereich Musik nehme ich nicht so ernst, aber für eine 10 hätte ich mir wenigstens eine Person gewünscht, die immer zu ihren Idealen gestanden hat. Dies war erst Suzaku, aber als er auch die Seiten gewechselt hat, war mein Leben sozusagen zu Ende. In der Serie hatte ich inzwischen jeden Maincharakter gehasst und das war schlecht, denn ein Zuschauer braucht jemanden, an den er glauben kann.

In dem Sinne: Bye bye und ein tolles neues Jahr.

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